15. November 2012 | Pressemitteilungen | Thema: | Region:
Pressemitteilungen (14.11.2012). Rund ein Kilogramm Honig konsumieren deutsche VerbraucherInnen durchschnittlich pro Jahr. Weniger als ein Viertel davon stammt von heimischen Bienen. Der Grüne Landtagsabgeordnete Thomas Mütze ist „maßlos enttäuscht, dass die Bayerische Staatsregierung nicht bereit ist, die Verantwortung für dieses wichtige Lebensmittel und dessen Produktionsbedingungen in Bayern zu übernehmen.“

Die Grüne Landtagsfraktion hatte einen Verzicht des Freistaats auf die Ausbringungserlaubnis für das hoch bienengiftige Insektizid Clothianidin gefordert. Diese muss beim Bundesamt für Verbraucherschutz beantragt werden. Die Grünen hatten einen entsprechenden Antrag vergangene Woche im Umweltausschuss eingereicht, „er wurde jedoch fast erwartungsgemäß abgebügelt“.

Clothianidin ist Bestandteil des Bodengranulats „Santana“ und erhöht die Krankheitsanfälligkeit der Bienen. Das Gift verbleibt lange im Erdreich und wirkt über den Pfad Boden-Nutzpflanze über Jahre hinaus. Die Grünen und auch bayerische Imker forderten deshalb über den Verzicht auf Clothianidin hinaus noch die Veröffentlichung eines so genannten „Aufbringungskatasters“ für die Jahre 2011 und 2012 im Internet. „Ohne dieses Kataster haben die Imker keinerlei Möglichkeit, auf Schäden durch Clothianidin zu reagieren“, bedauert Thomas Mütze die Ablehnung des Antrags, „sie werden hier schmählich im Stich gelassen.“