24. Juli 2017 | Pressemitteilungen | Thema: Gesundheitspolitik, -- Allgemein --, Umweltschutz | Region: Aschaffenburg
Pressemitteilungen Zustände am Schlachthof Aschaffenburg Mütze: Es gibt noch viel zu verbessern

„Es ist nicht alles gut im Aschaffenburger Schlachthof“, resümiert der GRÜNE Landtagsabgeordnete Thomas Mütze aus Aschaffenburg die Antwort der Staatsregierung auf seine aktuelle Anfrage zur Situation am Schlachthof. Bei den Kontrollen in den letzten zweieinhalb Jahren traten immer wieder Mängel auf und, so Mütze, auch immer wieder dieselben. Neben baulichen Mängeln, die beanstandet würden, würden auch wiederholt gravierende Mängel bei der Handhabung der Tiere, Mängel bei der Betäubung und Betäubungskontrolle beim Schwein und Zeitüberschreitungen zwischen Betäubung und Entblutung beim Rind von den Kontrolleuren festgestellt.
„Das gerade im Bereich des Tierschutzes am Aschaffenburger Schlachthof so unsensibel gehandelt wird, erschreckt mich sehr“, so Mütze. Haben sich doch die Grünen, auch in Aschaffenburg, für dezentrale Schlachthöfe eingesetzt, um den Tieren die qualvollen Transporte zu ersparen und den KonsumentInnen den Einkauf von Fleisch aus der Region zu ermöglichen. „Zumindest das erste Argument“, so Mütze, „werde momentan am Aschaffenburger Schlachthof konterkariert durch den unachtsamen Umgang mit den Tieren!“ Der Aschaffenburger Schlachthof hat durchaus das vorgeschriebene betriebseigene Tierschutzkonzept. Aber den Aschaffenburger Abgeordneten wundert doch sehr, dass das Tierschutzkonzept eines Schlachthofes von der Staatsregierung als Betriebsgeheimnis eingestuft wird!
Nachdem es bereits ein strafrechtliches Verfahren gegen einen Mitarbeiter des Aschaffenburger Schlachthofes gab, geht Thomas Mütze nun davon aus, dass sich die Verantwortlichen am Schlachthof beeilen werden, die Mängel zu beseitigen und sich dem Tierschutz gebührend verpflichtet fühlen. „Wir brauchen den Schlachthof in Aschaffenburg“, so Mütze, „für die Bauern, für die Metzger, für die VerbraucherInnen aber auch für die Tiere. Aber wir brauchen nicht irgendeinen, sondern einen guten Schlachthof, der sich dem Tierschutz verpflichtet fühlt.“ Vielleicht helfe dabei, so Mütze, die Einordnung des Schlachthofes Aschaffenburg als „komplexer Betrieb“, der zukünftig von der neuen Sonderbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen kontrolliert werde.