22. Juni 2017 | Anfragen und Anträge | Thema: Finanzen / Wirtschaft | Region: Bayern, Internationales, Unterfranken

Anfrage

von Thomas Mütze

Frage 1.a) Wie verteilen sich die 90 Neuansiedlungen und die 25 Unter-nehmenserweiterungen auf die einzelnen Regierungsbezirke in Bayern? Invest in Bavaria (IB) unterstützt Unternehmen nicht nur bei Neuansiedlungsprojekten, sondern auch bei Übernahmen, komplexen Erweiterungsvorhaben und Standortsicherungen mit außerbayerischer Konkurrenz an bereits bestehenden Standorten. IB hat im Jahr 2016 bayernweit insgesamt 121 Projekte erfolgreich betreut. Von ursprünglich 90 Neuansiedelungen ist ein Projekt mit einem Arbeitsplatz nicht mehr am Standort aktiv und wurde deshalb aus der Jahresstatistik herausgenommen. Die Verteilung der Investitionsprojekte auf die Regierungsbezirke ist aus der Tabelle 1 ersichtlich. In die Ansiedlungsstatistik von IB fließen nur solche Projekte ein, in denen Investoren die Dienstleistungsangebote von IB unmittelbar in Anspruch genommen haben. Darüber hinaus setzt sich IB mit vielfältigen weiteren Marketing- und Akquisemaßnahmen aktiv für die bayerischen Regionen ein und knüpft dabei vor allem an den regionalen Kompetenzen an. Auch diese Unterstützungsangebote von IB wirken sich positiv auf die regionalen Wirt-schaftsstandorte aus und haben dort weitere Unternehmensansiedlungen bzw. Standorterweiterungen mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen zur Folge. Frage 1.b) Wie verteilen sich die 2.500 geschaffenen und 3.650 gesicherten Arbeitsplätze auf die einzelnen Regierungsbezirke in Bayern? Durch die von IB im Jahr 2016 erfolgreich betreuten Investitionsprojekte konnten insgesamt 2.530 neue Arbeitsplätze geschaffen und weitere 3.652 Arbeitsplätze gesichert werden. Die Verteilung der Arbeitsplätze auf die Regierungsbezirke ist aus der Tabelle 2 ersichtlich. Die Arbeitsplatzzahlen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es handelt sich dabei um freiwillige Nennungen durch die Unternehmen, die nicht von IB verifiziert werden. Bei diversen Projekten machten die Unternehmen hierzu jedoch keine Angaben. Die Zahl der Arbeitsplätze kann deshalb auch höher liegen als angegeben. Frage 2. Aus welchen Ländern rekrutieren sich die Ansiedlungen (bitte nach Regierungsbezirken auflisten)? Insgesamt betreute IB im Jahr 2016 Projekte aus 24 Ländern weltweit. 27 der Fälle kamen aus Deutschland. Aus dem Ausland waren die Spitzenreiter Frankreich (13) und die USA (13), gefolgt von China (11) und Japan (10). In Einzelfällen mit nahezu paritätischen Gesellschaftsanteilen wurden auch zwei Herkunftsländer erfasst. Die Verteilung der Herkunftsländer bei den von IB betreuten Projekten auf die Regierungsbezirke ist aus der Tabelle 3 ersichtlich. Frage 3.a) Aus welchen Branchen außer Digitalisierung, Automotive, Luft-und Raumfahrt und Elektrotechnik kommen die Unternehmen? Frage 3.b) Wie verteilen sich die Branchen auf die einzelnen Regierungsbezirke in Bayern? Die Fragen 3.a) und 3.b) werden gemeinsam beantwortet: Die Branchen der Investoren und die projektbezogene Verteilung der Branchen auf die Regierungsbezirke sind aus Tabelle 4 ersichtlich. In Einzelfällen, in denen die Geschäftstätigkeit der Investoren mehrere Branchen umfasst, wurden Mehrfachnennungen hinterlegt. Frage 4.a) Wie viele der Unternehmensansiedlungen bzw. -erweiterungen wurden von der Außenstelle von Invest in Bavaria in Nürnberg betreut? Das Büro Nordbayern von Invest in Bavaria in Nürnberg hat im Jahr 2016 insgesamt 15 erfolgreiche Projekte federführend betreut. Im Zuge dieser Projekte wurden 320 neue Arbeitsplätze geschaffen, das entspricht 76 % aller von IB in den fränkischen Regierungsbezirken und der Oberpfalz neu geschaffenen Arbeitsplätze. Darüber hinaus war das Büro Nordbayern bei 11 erfolgreichen Projekten unterstützend tätig. Frage 4.b) Wie viele Mitarbeiterinnen waren 2016 bei Invest in Bavaria jeweils in München und Nürnberg beschäftigt? Bei IB bestanden im Jahr 2016 13 Stellen für Betreuung von Investoren und Unternehmen, zehn Stellen für Marketing / Akquise / Netzwerkpflege sowie sieben Stellen für Querschnittsaufgaben / Organisation / Leitung. Die Mitarbeiter von IB sind grundsätzlich bayernweit im Einsatz und unterbreiten in Abhängigkeit von den konkreten Anforderungen der Investoren Standortvorschläge im gesamten Gebiet des Freistaats Bayern. Die Außenstelle in Nürnberg wurde 2013 eingerichtet, um darüber hinaus die Präsenz von IB in den nordbayerischen Regierungsbezirken zu verstärken und die Vermarktung der dortigen Wirtschaftsräume gezielt zu unterstützen. Von den o.g. Stellen sind zwei in der Nürnberger Außenstelle angesiedelt. Frage 4.c) Wie hoch lagen die Haushaltsmittel, die 2016 für Invest in Bavaria zu Verfügung standen und wie hoch liegen die Haushaltmittel für 2017/2018? Sowohl 2016 als auch 2017 standen bzw. stehen 5,82 Mio. € brutto bzw. nach Abzug der haushaltsgesetzlichen Sperre von 10 % 5,238 Mio. € netto zur Verfügung (Kapitel 07 03 Titel 686 86). Für die vier von IB finanzierten Auslandsrepräsentanzen des Freistaats Bayern in den USA (New York und San Francisco), Japan und Indien wurden aus diesen Haushaltsmitteln in den vergangenen Jahren jeweils Kosten von durchschnittlich rund 1,65 Mio. € / Jahr getragen. Vergleichbare Ausgaben für die vier Repräsentanzen sind auch im Jahr 2017 wieder zu erwarten. Die Tabellen zu dieser Anfrage finden Sie als pdf unter “Frage und Antwort als PDF-Datei

Thomas Mütze, 27.04.2017

Beantwortet: Staatssekretär Franz Josef Pschierer 20.06.2017

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