10. Oktober 2012 | Pressemitteilungen | Thema: Gesundheitspolitik | Region: Bayern
Pressemitteilungen Die Grünen im bayerischen Landtag fordern als Konsequenz aus dem Transplantationsskandals am Münchner Klinikum rechts der Isar eine breite Untersuchung an allen bayerischen Transplantationszentren. „Die jüngsten Enthüllungen am Klinikum Rechts der Isar, wonach hier gezielte Manipulationen an den Patientendaten vorgenommen worden und darüber hinaus unberechtigte Personen, z.B. Alkoholiker ohne 6-monatige Abstinenz, Transplantationen erhalten haben sollen, erfordern eine konsequente und umfassende Aufklärung“, erklärt der Aschaffenburger Abgeordnete Thomas Mütze. „Immer wenn man genauer hinschaut, tun sich neue Missstände auf, die das Vertrauen in die Organspende weiter untergraben.“ Deswegen müsse nun alles vorbehaltlos auf den Tisch.

In einer aktuellen schriftlichen Anfrage wollen die Landtagsgrünen von der Staatsregierung wissen, welche Konsequenzen sie aus den jüngsten Vorkommnissen am Klinikum Rechts der Isar zieht und ob ihr Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten an diesem oder einem anderen bayerischen Transplantationszentrum bekannt geworden sind. Außerdem wird umfangreich über die Organvergabe an den sieben bayerischen Transplantationszentren – Universitätsklinikum Erlangen Nürnberg, Universitätsklinikum München-Großhadern, Universitätsklinikum Rechts der Isar, Universitätsklinikum Regensburg, Universitätsklinikum Würzburg, Zentralklinikum Augsburg, Deutsches Herzzentrum München – Auskunft verlangt. „Mit der Aufklärung müssen auch Konsequenzen einhergehen. Man muss zum Beispiel überlegen, inwieweit hier Umstrukturierungen notwendig sind“, so Thomas Mütze.