27. August 2014 | Pressemitteilungen | Thema: Finanzen / Wirtschaft | Region: Bayern
Pressemitteilungen München 26.08.2014. Das vorzeitige Prozessende gegen vier frühere Vorstände der Bayerischen Landesbank kommentiert der Sprecher für Finanz- und Wirtschaftspolitik der Bayerischen Landtagsfraktion der Grünen, Thomas Mütze:

„Es geht bei der Beurteilung des Kaufs der Hypo Group Alpe Adria im Jahr 2007 nicht darum, ob es eine unternehmerisch richtige oder falsche Entscheidung war, sondern darum, wie die Bank gekauft wurde: nämlich grob fahrlässig! Die Risiken wurden vertraglich nicht abgesichert, die Sorgfältigkeitsprüfung (Due Diligence) war vor der Vertragsunterzeichnung nicht vollständig abgeschlossen.

Wie kann es sein, dass die bayerische Justiz hier keinerlei Nachweis für ein Fehlverhalten findet? Aus der Sicht der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist das völlig unverständlich! Und kein Trost: Die 20.000 Euro, die beispielsweise Dr. Michael Kemmer, der frühere Finanzvorstand und spätere Vorstandsvorsitzende der BayernLB, zahlen muss, sind gerade mal 0,005 Promille des bisher verursachten Schadens!

Bleibt zu hoffen, dass das Gericht bei den Rest-Angeklagten Werner Schmidt und Rudolf Hanisch etwas genauer hinschaut.“