28. Februar 2014 | Anfragen und Anträge | Thema: Finanzen / Wirtschaft, Energie | Region: Bayern

Anfrage

von Thomas Mütze

Schriftliche Anfrage des Herrn Abgeordneten Thomas Mütze vom 22.01.2014 betreffend Contracting-Initiative Bayern Anlagen 3 Kopien dieses Schreibens Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin, die Schriftliche Anfrage beantworte ich wie folgt: Vorbemerkung: Beim Energiespar-Contracting werden die einzelnen Energiesparmaßnahmen und die Einsparziele erst im Rahmen der Ausschreibung von den Bietern in einem Ide-enwettbewerb definiert. Die Bewertung erfolgt anschließend auf Basis eines Wirt-schaftlichkeitsvergleichs. Bei der Anbahnung einer Contracting-Maßnahme ist somit lediglich die grundsätzliche Eignung eines Gebäudes oder einer Liegen-schaft entscheidend. Der Ministerrat hat im Sommer 2013 im Rahmen eines Berichts zum Energiespar-Contracting alle Ressorts gebeten, weitere Liegenschaften zu benennen, die sich aus dortiger Sicht für ein Contracting eignen. Auf dieser Grundlage haben derzeit auf Basis ihres umfangreichen Immobilienbestands das Staatsministerium für Bil-dung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie das Staatsministerium der Justiz neue Liegenschaften für Contracting gemeldet. Contracting wird darüber hinaus von der Bauverwaltung als Daueraufgabe betrachtet, so dass kontinuierlich weite-re Meldungen der Ressorts zu erwarten sind. Die Fortschritte bei Contracting und anschauliche Beispiele hierzu werden regelmäßig im Energiebericht der Bayeri-schen Staatlichen Hochbauverwaltung dokumentiert. Welche Ministerien haben seit dem Sommer 2013 weitere Liegenschaften benannt mit a) Welchem Energieverbrauch? b) Welcher geplanten Energieeinsparung? c) Welchen Energiekosten? d) Welcher möglichen Energiekosteneinsparung? e) Welchen Investitionsmaßnahmen und -kosten? Zu a) Der derzeitige Energieverbrauch der neu gemeldeten Gebäude bzw. Liegenschaf-ten beträgt: StMBW: 21.000 MWh Wärme und 16.000 MWh Strom StMJ: 40.000 MWh Wärme und 9.000 MWh Strom Zu b) Die jeweilige Energieeinsparung(smaßnahme) kann erst nach Abschluss der end-gültigen Verträge benannt werden, da entsprechende Vorschläge und Ideen Teil der künftigen Ausschreibung sind (s. auch Vorbemerkung). Zu c) Die derzeitigen Energiekosten der neu gemeldeten Gebäude bzw. Liegenschaften belaufen sich auf: StMBW: 3,2 Mio. €/a StMJ: 5,7 Mio. €/a – 3 – Zu d) Die mögliche Energiekosteneinsparung kann konkret erst nach Vertragsabschluss angegeben werden. Nach den bisherigen Erfahrungen der Bauverwaltung ist im Durchschnitt ein Einsparpotential von ca. 30% möglich. Dies entspricht einer jähr-lichen Energiekosteneinsparung von rund 2,7 Mio. €. Zu e) Auch die Investitionsmaßnahmen und -kosten der Contractoren sind erst nach Abschluss der Verträge zu benennen. Gemäß den bisherigen Erfahrungen ist bei den neu benannten Liegenschaften ein Investitionsvolumen in Höhe von etwa 15 Mio. € zu erwarten. Joachim Herrmann Staatsminister Thomas Mütze, 22.01.2014

Beantwortet: Staatsminister Joachim Herrmann 21.02.2014

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