6. Juni 2013 | Anfragen und Anträge | Thema: Bildungspolitik | Region: Unterfranken

Anfrage

von Thomas Mütze

BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UNTERRICHT UND KULTUS Anfrage des Abgeordneten Thomas Mütze, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, zum Plenum am 04.06.2013 _____________________________________________________________ „Wie viele GrundschullehrerInnen haben sich in Unterfranken auf eine Planstelle im laufenden und kommenden Schuljahr beworben, wie viele davon haben eine Planstelle oder einen befristeten Vertrag erhalten und wie viele GrundschullehrerInnen sind, nachdem sie keine Planstelle erhalten haben im laufenden Schuljahr aus dem bayerischen Schuldienst ausgeschieden?“ Antwort des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus: Die Einstellung in den staatlichen Grundschuldienst erfolgt bayernweit. Das bedeutet zunächst, dass zur bayernweit gleichmäßigen Unterrichtsversorgung den Bewerberinnen und Bewerbern nach dem Leistungsprinzip die für die Unterrichtsversorgung in ganz Bayern notwendigen Planstellenangebote unterbreitet werden. Da der Schülerrückgang im Regierungsbezirk Oberbayern am geringsten ist und umgekehrt jährlich zahlreiche verbeamtete Lehrkräfte nach Nordbayern versetzt werden möchten, liegt in diesem Regierungsbezirk jedes Jahr ein erheblicher Personalbedarf vor. Neueinstellungen werden daher weitestgehend in Oberbayern vorgenommen. Wie bereits vom Staatsministerium auf die Schriftliche Anfrage des Fragestellers vom 14.11.2012 (Drs. 16/15294) zur „Situation der Lehrerinnen und Lehrer in Unterfranken“ mitgeteilt wurde, haben zum Schuljahr 2012/2013 59 Lehrkräfte der Grundschule, die in Unterfranken ihre Ausbildung absolvierten, eine ihnen angebotene Planstelle angenommen. Zusätzlich wurden vier Lehrkräfte der Grundschule mit Ausbildung in Unterfranken mit einem sog. Supervertrag mit der Zusage der Verbeamtung angestellt. Acht Lehrkräfte der Grundschule haben eine ihnen angebotene Planstelle abgelehnt. Für Grundschulen in Unterfranken wurden darüber hinaus 139 befristete Angestelltenverträge angeboten, 120 der Verträge wurden zu Schuljahresbeginn von den Bewerberinnen und Bewerbern des Lehramts an Grundschulen angenommen. – 2 – Seit Jahren gestaltet sich die Situation für Bewerberinnen und Bewerber des Lehramts an Grundschulen so, dass aufgrund der Vielzahl an Prüfungsabsolventen nicht allen Bewerbern/Bewerberinnen des aktuellen Prüfungsjahrgangs, freien Bewerbern/ Bewerberinnen und Wartelistenbewerbern/Wartelistenbewerberinnen ein staatliches Beschäftigungsangebot unterbreitet werden kann. Die Bewerber ohne Planstellenangebot können in die Warteliste aufgenommen werden und erhalten – je nach erzieltem Prüfungsergebnis – in der Wartezeit von fünf Jahren in der Regel ein Beschäftigungsangebot an staatlichen Schulen. Alternativ waren im Schuljahr 2012/2013 auch zahlreiche Verträge an Förderschulen wie auch an privaten Schulen zu vergeben. Die alternativen Beschäftigungen der Bewerber/Bewerberinnen werden nicht erfasst. Daher ist die Beantwortung der Frage, wie viele Grundschulbewerber aus dem bayerischen Schuldienst ausgeschieden seien, nicht möglich. München, den 4. Juni 2013

Thomas Mütze, 04.06.2013

Beantwortet: Bay. Staatsministerium für Unterricht und Kultus 04.06.2013

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