26. April 2013 | Pressemitteilungen | Thema: Bildungspolitik | Region: Bayern
Pressemitteilungen 25.04.2013. Die Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Schülerinnen und Schülern hat drastisch zugenommen. Die Grünen im Bayerischen Landtag setzen das Thema darum auf die Tagesordnung des Bildungsausschusses. Ein entsprechender grüner Antrag wurde heute im Ausschuss einstimmig angenommen. „Die Staatsregierung ist damit aufgefordert, im Ausschuss über die Situation der schulischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Teilleistungsstörungen und ADHS zu berichten“, erklärt Thomas Mütze. Zu Teilleistungsstörungen zähle z. B. Legasthenie. Auch diese Schülerinnen und Schüler hätten Unterstützung nötig, die Regelschulen vor besonderen Anforderungen stellen würden, ohne dass im jeden Fall ein sonderpädagogischer Förderbedarf vorliege.

„Wir müssen die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit den Schulen ermöglicht wird, auf die spezifischen Bedürfnisse aller Kinder und Jugendlichen im Schulalltag einzugehen“, so der grüne Abgeordnete aus Aschaffenburg. Zur Umsetzung müssten aber die Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden. „Unser Ziel ist es, Schulen personell und räumlich so auszustatten und ihnen entsprechende Informationen und Hilfen zur Seite zu stellen, dass sie die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler auch umsetzen können.“ In der bisherigen Diskussion um schulische Inklusion sei die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Teilleistungsstörungen untergegangen.