11. April 2013 | Pressemitteilungen | Thema: Bildungspolitik | Region: Bayern
Pressemitteilungen 10.04.2013. Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren im Zusammenhang mit der Diskussion um den Schulgeldausgleich für die Heilerziehungspflegeausbildung ein absurdes Theater in der Staatsregierung. „Die grüne Forderung nach Gleichbehandlung des Heilerziehungsberuf mit dem der ErzieherInnen sowie AltenpflegerInnen wurde sowohl vom Kultus- als auch vom Sozialministerium vehement bekämpft“, erklärt Thomas Mütze. Nachdem gestern anlässlich der Ministerratstagung in Würzburg die Betroffenen demonstrierten, soll es nun doch eine kostenfreie Ausbildung geben – nach Intervention des Ministerpräsidenten. „Seehofer hat in seiner bekannt populistischen Art kurzerhand eine vollständige Wende vollzogen. Natürlich freuen wir uns für die Heilerziehungspflegeschülerinnen und –schüler, aber das Ganze ist schon ein sehr durchsichtiges Manöver.“ Offensichtlich bestimme in Bayern nur noch die Wahltaktik und nicht mehr Sachfragen die Politik. Thomas Mütze: „Offenbar weiß in der Staatsregierung die eine Hand nicht, was die andere tut – bislang hat v.a. die Sozialministerin eine Gleichstellung abgelehnt mit der falschen Begründung, es handle sich bei der Heilerziehungspflege nicht um einen Mangelberuf im Gegensatz z. B. zur Altenpflege.“ Dabei sei von Seiten der Trägereinrichtungen für behinderte Menschen ein Fachkräftemangel schon lange beklagt worden.