28. Mrz 2013 | Pressemitteilungen | Thema: Fluglärm | Region: Bayern
Pressemitteilungen 27.03.2013.. Die Grünen im Bayerischen Landtag haben aus aktuellem Anlass eine Anfrage über den Kerosinablass über bayerischen Gebieten gestellt. Eine Boeing 747, die von Frankfurt nach Mumbai unterwegs war, musste wegen eines technischen Defekts kurz nach dem Start in München notlanden. Dazu wurden große Mengen an Kerosin abgelassen.

Grundsätzlich notwendig ist das Ablassen von Kerosin, wenn Langstreckenflugzeuge kurz nach dem Start notlanden müssen, weil wegen der vollen Tanks ansonsten das höchstzulässige Landegewicht überschritten würde. Häufigste Ursachen für diesen Vorgang sind technische Schwierigkeiten, etwa plötzlicher Triebwerksausfall, oder Vogelschläge. „Das bedeutet, dass in der Luft die Konzentration von schädlichen Kohlenwasserstoffen steigt“, erklärt Thomas Mütze. „Auch Bayern bleibt davon nicht verschont.“ Zu den „ungefähren Bereichen“ in denen das Kerosin abgelassen werde, würden hier unter anderem Nürnberg, Bamberg, Augsburg, Hof, Zwiesel und Passau gehören.

Laut Staatsregierung wurde in den Jahren 2008 bis 2012 in 35 Fällen Kerosin über Bayern und angrenzenden Bereichen abgelassen. Die einzelnen Mengen („soweit bekannt“) schwanken zwischen 0,9 und 80 Tonnen (entspricht etwa 1125 bzw. 100.000 Litern Kerosin). Die niedrigste Flughöhe, in der Kerosin abgelassen wurde, betrage rund 2400 Meter üNN. „Der Kerosinablass führt regelmäßig zu einer Erhöhung der Schadstoffbelastung in den darunter liegenden Gebieten“, so Thomas Mütze. „Die Staatsregierung muss diese Fälle umfassend dokumentieren lassen und dafür sorgen, dass diese von der Deutschen Flugsicherung (DFS) veröffentlicht werden.“