27. Februar 2013 | Pressemitteilungen | Thema: Energie | Region: Aschaffenburg
Pressemitteilungen Aschaffenburger GRÜNE fordern mehr Engagement bei der Energiewende

Energiekommission gegründet – eigenes Energiegutachten verabschiedet – städtischen Klimamanager bestätigt, alles in Ordnung könnte man meinen.
Die städtischen Grünen dagegen sagen: NEIN, nicht alles in Ordnung!
In der aktuellen Kreismitgliederversammlung wurde der Stand der Dinge in Aschaffenburg von Stefan Wagener, dem Fraktionsvorsitzenden der Stadtrats-GRÜNEN beleuchtet: „Die bisherigen Schritte der Stadt sind sehr zögerlich“, sagte Wagener, man habe den Eindruck, dass die Einrichtung der Energie-agentur als „Alibi“ diene, man mache ja was.
In der Realität stocke die Energiewende aller Orten. So werde die Nutzung der Windkraft vom Regionalen Planungsverband ausgebremst, denn der Bayerische Untermain sei eine von drei Planungsregionen Bayerns, die keine Windkraft-Konzepte erarbeitet hätten.
Die jetzt vom Bezirkstag beschlossenen Zonierungskonzepte für Spessart und Odenwald müssten erst erstellt werden und würden den Umbau der Energieerzeugung weiter hinauszögern. Für die GRÜNEN ist klar, Windkraft muss im Landschaftsschutzgebiet möglich sein, wenn alle anderen schutzwürdigen Güter, wie z.B. Naturschutz, Lärmschutz und Abstand zur Wohnbebauung, beachtet werden.
Auch was die Nutzung der Photovoltaik oder die Energieeinsparung angehe, sei man in der Stadt sehr zurückhaltend, obwohl das Energiegutachten der Firma B.A.U.M. hier die größten Potentiale festge-macht habe. „Ein Dachflächenkataster für alle Dächer der Stadt fehlt immer noch“, meinte der Abge-ordnete und Kreisvorsitzende Thomas Mütze. Gerade die Einbeziehung der Bürgerschaft, ob durch die Vermietung der Dächer oder die Beteiligung an einem Windrad, sei aber unabdingbar für die Ak-zeptanz der Energiewende, hob Vorstandsmitglied Klaus Mungel hervor. Mehr Tempo forderten alle Anwesenden in der Region verbunden mit mehr Ideen.
So habe die Stadt schon vor einem Jahrzehnt einen Preis für die Planung der energetischen Sanie-rung des Rathauses der Stadt erhalten. Umgesetzt sei die Sanierung immer noch nicht, „ein Makel, wenn es um die Ernsthaftigkeit der Stadt bei Energieeinsparung geht“, ergänzte Mechthild Schößler, Aufsichtsrätin der AVG. Ein städtisches Programm zum Austausch von Wärmepumpen, ein Laufwas-serkraftwerk im Main und Nutzung der Abwärme von Abwasserkanälen waren einige Ideen, die die Mitglieder anregten.
„Ich vermisse eine aktive Rolle des Solarvereins der Stadt Aschaffenburg“ schloss Stefan Wagener, „dieser müsste eigentlich beim Umbau der Energielandschaft in Aschaffenburg an der Spitze stehen, beispielsweise sei ein Zusammenbringen der Akteure wünschenswert. Gerne hülfen die GRÜNEN in Aschaffenburg mit bestehende Strukturen mit neuem Leben zu füllen.“