15. Februar 2013 | Pressemitteilungen | Thema: Bildungspolitik | Region: Bayern
Pressemitteilungen 14.2.2013. Die Grünen im Bayerischen Landtag sehen sich durch die Ifo-Studie in ihrer Aussage bestätigt, dass die frühe Trennung der SchülerInnen bereits nach der 4. Grundschulklasse nachteilig für den Bildungserfolg ist. „Offensichtlich können die guten Pisa-Ergebnisse Bayerns in der Vergangenheit auch darauf zurückgeführt werden, dass faktisch viele bayerische Schülerinnen und Schüler bis zur sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet worden sind“, erklärt der Aschaffenburger Grüne Abgeordnete Thomas Mütze.

Die CSU-Bildungspolitik mit der Abschaffung der vierstufigen Realschule habe nachweislich zu dieser Verschlechterung der Schülerleistungen geführt. „Dazu kommt es, wenn die Ideologen des dreigliedrigen Schulsystems am Werk sind, die das System der frühen Trennung verschärft und mit den Teilhauptschulen gut funktionierende Schulmodelle für den ländlichen Raum abgeschafft haben.“

Die Ifo-Studie unterstreiche, dass auch in Bayern Modelle des längeren gemeinsamen Lernens erfolgreich seien. „Die CSU hat sich ohne Not von einem bewährten System verabschiedet, zum Nachteil der bayerischen Schülerinnen und Schüler“, so Thomas Mütze. „Jetzt soll sie die Verantwortung für dieses selbstverursachte Debakel übernehmen und endlich die Erkenntnis akzeptieren, dass längeres gemeinsames Lernen zu mehr Bildungserfolg führt.“