7. Dezember 2012 | Pressemitteilungen | Thema: Energie | Region: Unterfranken
Pressemitteilungen 06.12.2012. Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern die Staatsregierung auf, sich bei den Betreibern des GuD-Gaskraftwerk Irsching 5 gegen eine vorübergehende Stilllegung des neuen Gaskraftwerkes einzusetzen. „Es ist abstrus, wenn jetzt das nagelneue Gaskraftwerk für die Zeit stillgelegt werden soll, bis 2015 endlich Grafenrheinfeld abgeschaltet wird“, erklärt der unterfränkische Abgeordnete Thomas Mütze angesichts der Androhung, Irsching 5 vorübergehend für zwei bis drei Jahre vom Netz zu nehmen. Sinnvoller sei es, das neue Gaskraftwerk mit einem Wirkungsgrad von fast 60 % am Netz zu lassen und dafür das über 30 Jahre alte Atomkraftwerk Grafenrheinfeld mit seinem lächerlichen Wirkungsgrad von 35 % im nächsten Sommer stillzulegen.

„Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld wird in diesem Winter noch für die Erhaltung der Versorgungssicherheit in den sehr kalten Wochen gebraucht. Aber ab April 2013 kann Bayern auf das alte Atomkraftwerk verzichten!“, betont Thomas Mütze weiter. Der grüne Abgeordnete fordert Wirtschaftsminister Zeil auf, endlich zu erkennen, dass die Zeit der Grundlastkraftwerke vorbei sei. „Es genügt nicht, sich wortreich für neue Gaskraftwerke auszusprechen oder Kraftwerksbetreiber aufzufordern, Lösungen für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb der Anlage zu suchen. Die Politik muss auch die Marktbedingungen ändern und dafür sorgen, dass die umweltschädliche Billigkonkurrenz durch alte Grundlastkraftwerke aus dem Weg geräumt wird.“