29. November 2012 | Pressemitteilungen | Thema: -- Allgemein -- | Region: Unterfranken
Pressemitteilungen 28.11.2012. Die Landtagsgrünen wollten’s wissen: Welche Gefährdung geht vom Recyclingbetrieb Loacker in Wonfurt für Beschäftigte und Anwohner aus? Am 6. Dezember präsentiert die Staatsregierung den von den Grünen geforderten Zwischenbericht im Umweltausschuss. „Wir gehen davon aus, dass dieser Vortrag nicht vom Heiligen Nikolaus gehalten wird, sondern vom Krampus“, so der Grüne unterfränkische Abgeordnete Thomas Mütze.

Denn der Inhalt des Zwischenberichts liegt bereits vor. Demnach gibt es einen deutlich erhöhten Kupfer- und Cadmiumgehalt im Boden und bayernweite „Spitzenwerte“ bei Arsen, Blei, Cadmium oder Molybdän im Schwebstaub. Zwar zeigten die Untersuchungen auch, dass akute Gesundheitsgefährdungen nicht zu befürchten seien, allerdings zieht das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aus Sicht der Grünen falsche Schlussfolgerungen. Thomas Mütze: „Es ist wenig vertrauensbildend, wenn man lesen muss, dass alleine durch die Luft die täglich tolerable Gesamtaufnahme an Dioxinen zu zwei Dritteln ausgeschöpft wird.“

Dass Loacker in Wonfurt in vielfacher Hinsicht ein „Problembetrieb“ ist, zeige die Tatsache, dass es hier seit 2009 siebenmal gebrannt habe – in den übrigen 23 bayerischen Anlagen aber lediglich einmal. Zudem habe die Rücknahme von Teilbetriebsgenehmigungen zu spürbaren Rückgängen der Schwermetall- und Dioxinwerte im Schwebstaub geführt. Als ausgesprochen ignorant empfindet es Thomas Mütze, dass die Staatsregierung beim Thema der illegalen Entsorgung radioaktiver Substanzen offensichtlich ein Auge zudrückt. „Bei der Entsorgung von Elektroschrott muss man auch hier genau hinsehen. Alleine 2010 wurden bundesweit 47 Fälle bekannt, in denen radioaktives Material bei Elektroschrottfirmen gefunden wurde.“